Heizkörper sollen bleiben!

Die Story von Thomas Graf

«Die Neuapostolische Kirche von Zürich Seebach renovierte im Jahr 2015 ihre Innenräume. Unter anderem sollten zwei Zimmer zu einem grosszügigen Saal zusammengelegt werden, der dann als Ämterzimmer dienen sollte. Der Umbau schritt gut voran, Eigentümerin und Architekt waren zufrieden. Doch ein Problem schien nicht ganz einfach zu lösen: In den zwei Räumen befanden sich zwei verschieden hohe Heizkörpertypen. Es stellte sich deshalb schon bald einmal die Frage, ob man alles raus reissen und neue installieren müsste oder ob man, trotz des markanten Unterschiedes, mit den zwei unterschiedlichen Heizkörpern leben sollte. 

Ich wurde gerufen, denn man kennt mich auch als Tüftler, als jemand, der nicht in jedem Fall „Das machen wir alles neu“, sagt. Ich weiss um den Wert guter, alter Installationen. Kunden hängen am bestehenden Design, das zum Haus passt und haben oft auch eine emotionale Bindung, selbst zu Heizkörpern. 

Also schauten wir uns diese Sache in Seebach genauer an. Es schien mir äusserst sinnvoll, die Radiatoren nicht zu ersetzten, denn sie waren noch absolut funktionstüchtig. Aber die Bedingung war klar; die zwei Räume sollten zu einer Einheit werden, auch der visuell-ästhetische Eindruck war für die Kundin und den Architekten wichtig. 

Schon bald präsentierten wir eine Lösung, wie die bestehenden Heizkörper weiter genutzt werden konnten. Wir schafften es, die Heizkörper alle auf die gleiche Höhe umzubauen. Diese Entscheidung und unsere Arbeit zahlten sich nicht nur wegen der Einheitlichkeit des Raumes aus, sondern auch für das Portemonnaie. Die sanfte Renovation hatte Einsparungen zur Folge, sehr zur Freude der Neuapostolischen Kirche.»

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